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Die Geschichte des Hotels Kipping
1850/51 wird das Gebiet vor dem Plauenschen Schlage mit seinen Ausfallstraßen nach dem Süden und Südosten zum "Baugebiet in offener Bauweise" erklärt.
Nur 5 Jahre später legt man die Schweizer Str., benannt nach der an ihr erbauten Wirtschaft "Zum Schweizerhäuschen", an. Von dieser Schänke hatte man damals eine gute Aussicht zur schönen Sächsischen Schweiz. Und so entsteht Haus um Haus das Schweizer Viertel - Sitz des gehobenen Bürgertums.
Mit der Errichtung unserer Villa im Stil der Neorenaissance wird im Auftrag des Kaufmanns Haymann 1884 begonnen.
Heute steht dieses Haus unter Denkmalschutz, denn als eines der wenigen seiner Art überstand es den 13. Februar 1945 (90% der Häuser im Schweizer Viertel wurden zerstört). Unter Geschichtsbilder ist eine Zeppelinaufnahme des Viertels am Hauptbahnhof von 1925 zu sehen.
Herr H.-J. Dietze, Gästeführer in Dresden und Zeitzeuge, erinnert sich: "Befreit nach endlosen Stunden der Verschüttung aus einem Keller am Hauptbahnhof, gejagt von Funkenflug und einstürzenden Häuserwänden erreichen wir mit letzter Kraft das Haus Winckelmannstr. 6. Für uns und ungezählte Menschen wird es zur rettenden Insel im tobenden Feuersturm ..."
Kehren wir zurück zum Beginn der Geschichte dieser Villa.
Kurze Zeit als Wohnhaus genutzt, wird schon 1898 in den beiden Obergeschossen ein Töchterpensionat eingerichtet. Und von 1911 bis 1920 dient sie schon einmal dem heutigen Zweck - als Fremdenpension Minerva. In einem Hotelführer der Stadt wird sie gelobt und der Zimmerpreis mit Frühstück mit 1,50 RM angegeben.
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